Weltraumbahnhof auf Curacao

Der Countdown läuft: Ab 2011 soll die Weltraum-Fluglinie "Virgin Galactic" auf Curacao Menschen in die Schwerelosigkeit befördern.

Science-Fiction wird Machbar: Weltraumtourismus wird Realität. Sir Richard Branson, britischer Milliardär und Gründer von Virgin Galactic hat in New York sein neues High-Tech-Fluggerät vorgestellt.

Die Kombination aus einem Trägerflugzeug namens White Knight Two und dem eigentlichen Raumschiff SpaceShipTwo soll ab 2009 Reisen ins Weltall ermöglichen. Ab 2011 sollen auch Flüge ins All vom Spaceport Curacao möglich sein. Die Initiative dazu geht von den drei niederländischen technischen Wissenschaftlern, Joost Wouters (CEO), Arno Wielders und Joep de Jong, aus.
Sie sind damit beschäftigt mit der Finanzierung und der Gewinnung von Investoren. Ziel ist es den Flughafen von Curacao, um einen Weltraumbahnhof, wo Touristen 120 Kilometer in den Himmel fliegen werden um ein paar Minuten Schwerelosigkeit zu erleben und die Erde "von außen" zu bewundern".

Die Reise in den Weltraum kostet zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar. Die Zielgruppe besteht aus Menschen, die eine oder mehrere Millionen oder ein jährliches Einkommen von 250.000 Dollar oder mehr haben; 9,5 Millionen Menschen sind in dieser Kategorie weltweit. Aus Untersuchungen geht hervor, dass 12 Prozent von ihnen interesse an einem Weltraumflug haben.

Der "Spaceport" wird aus Terminals mit Abflughalle, Flugkontrollzentrum, Besucher-Lounges und Trainingszentren bestehen und über einen Hangar verfügen, in dem künftig mehrere Trägerflugzeuge vom Typ "White Knight" und "Space Ship"-Raumgleiter Platz finden werden. Der Aufbau des Weltraumbahnhofes kostet zwischen 20 und 40 Millionen Euro.

Um eine vollständige Auslastung des Trägerflugzeugs zu gewährleisten wurde es so designt, dass man bei Bedarf damit auch andere Frachten ins Weltall befördern kann. Das ganze soll möglichst umweltfreundlich von statten gehen. Die Triebwerke des White Knight Two werden mit dem von Virgin Fuels entwickelten Bio-Treibstoff angetrieben. Die Entwicklungsphase ist so gut wie abgeschlossen. Im Sommer 2008 beginnen die finalen Intensivtests.

Voraussetzung für den Trip ins All sind eine medizinische Untersuchung und ein Zentrifugentraining. 80 der 200 Frühbucher haben das Pflichtprogramm schon absolviert.Training und Unterbringung sind im Preis eingeschlossen, nicht aber die Anreise zum Weltraumflughafen.