Therapie auf Curacao - Delfine für Max

Maximilian Klütz spricht nicht – Delfine sollen dem siebenjährigen Albersdorfer helfen. Doch das kostet.

Flipper hilft Menschen.Aber nur in alten Fernsehserien.Für die Eltern von Maximilian Klütz ist die Hilfe von Delfinen zu einer teuren Realität geworden.Der Siebenjährige spricht keine fünf Worte und hat mehr Krankenhäuser von innen gesehen als viele Menschen,die 80 Jahre älter sind.
Helfen soll eine so genannte Delfintherapie, die zwar nicht von den Krankenkassen gefördert, von vielen Forschern aber als wirksam eingestuft wird – die 11.000 Euro für die Maßnahme versuchen die Klütz’ nun über Spenden aufzubringen.

Als Maximilian am 7. Mai 1999 in Heide zur Welt kommt, ist irgendwie alles verkehrt: der Sauerstoffwert im Blut zu gering, die Entzündungswerte zu hoch. An beiden Füßen ist ein Zeh zuviel, ebenso ein knochenloser sechster Finger an der linken Hand. Die Antibiotika werden später seine Zähne brechen lassen, laufen kann Maximilian erst mit 27 Monaten.
2005 beginnen die epileptischen Anfälle: Max fällt hin, verkrampft, zuckt und steht wieder auf. Noch mehr Medikamente, an die sich die kleine Familie „gewöhnt“ hat.
Zumindest körperliche Fehler konnten in Operationen berichtigt werden. Und doch: Das Kapitel „Maximilians Entwicklung“ auf der Homepage http://www.www.delphine4max.de liest sich wie eine Horrorgeschichte für Eltern.Mit einem tröstenden letzten Absatz: „Im Allgemeinen ist Maximilian ein eher fröhlicher Junge“, schreibt sein Vater Mirko Klütz auf der Internetseite. Ein hohes Mitteilungsbedürfnis habe er auch – und da kommen die Delfine ins Spiel. Der direkte Kontakt mit den ewig lächelnden Meeressäugern motiviere Kinder, nach besten Möglichkeiten mit den Tieren zu kommunizieren:
Zu diesem Schluss kam eine Forschungsgruppe der Universität Würzburg. In Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Nürnberg, der ein Delphinarium betreibt, nimmt ein Psychologen-Team die Therapie seit 1998 auseinander – und bestätigt Hypothesen zur Wirksamkeit nach Vorher-Nachher-Vergleichen mit insgesamt 118 Familien.
Sowohl Eltern als auch Forscher stellten eine Besserung in Bereichen fest, die Maximilians Eltern besonders interessieren:
Man beobachte „eine Zunahme beim Verständnis und Einsatz verbaler Sprache sowie eine erhöhte nonverbale Reaktivität“ der Patienten. Im Klartext: Den therapierten Kinder fällt die Kommunikation im Alltag leichter. „Wir erwarten keine Heilung.“ Klütz hat die Realität fest im Blick. Dass Maximilian ein „ganz normaler“ Junge wird, glauben die Eltern nicht. Sie wollen den Fortschritt, damit ihr Sohn spricht, damit er vielleicht irgendwann rennen kann. Und wenn die Schritte noch so klein sind.

Für Spenden haben Familie Klütz und die Düsseldorfer Organisation Dolphin Aid Konten eingerichtet:

Maximilian Kluetz
Raiffeisenbank Albersdorf
BLZ 21860418
Kto.Nr. 3569 705
Verwendungszweck:Delphine4Max

oder:

Dolphin-Aid
Stadtsparkasse Düsseldorf
BLZ 30050110
Kto.Nr.20002424
Verwendungszweck:Maximilian Klütz