Curacao Dolphin Therapy & Research Center
Das Curacao Dolphin Therapy & Research Center (CDTC) ist eine private Gesellschaft, welche in einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Dolphin Aid, ein Therapie Center am Curacao Sea Aquarium eingerichtet hat. Die ersten Therapien fanden im März 2004 statt.
Das CDTC ist ein eigenständiges Center, welches Kindern unabhängig von Nationalität und Herkunft die Möglichkeit bietet, an einem auf die jeweils individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Programm teilzunehmen. Das CDTC arbeitet daher eng mit gemeinnützigen Organisationen und Vereinen zusammen, zu denen u.a. Dolphin Aid (Deutschland) und Stichting Sam (Holland) zählen.
Was ist eigentlich Delfintherapie?
Die Meisten von uns kennen Delfine noch aus der beliebten Fernsehserie der
60er-Jahre: „Flipper“, der Freund aller Menschen, die in Not gerieten. Delfine
haben schier unglaubliche Fähigkeiten und faszinieren die Wissenschaft nach
wie vor. Vieles zur Frage, warum ausgerechnet dieses Tier dem Menschen so
nahe steht, ist noch gar nicht enträtselt. Die grundsätzliche Idee, Tiere zur Unterstützung
bei der Behandlung von Krankheiten wie Autismus, Down Syndrom
oder Hydrocephalie einzusetzen, geht auf die Arbeit des New Yorker
Psychaters Dr. Boris Levinson zurück. Er stellte in den 60er Jahren fest, dass sich
der Kontakt zu den Patienten und deren Konzentration wesentlich verbesserte,
wenn während der Therapie ein menschenfreundliches Tier eingesetzt wurde.
Inzwischen ist die Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Tieren ein anerkannter
Zweig der Heilkunde.
Gegen Ende der 70er Jahre entstand die Vermutung, Delfine besäßen eine außergewöhnlich
heilsame Wirkung auf neurologisch geschädigte Menschen. Um
dies zu untersuchen, leitete die Anthropologin und Erziehungswissenschaftlerin
Dr. Betsy Smith von Dezember 1978 bis August 1979 ein erfolgreiches Forschungsprogramm
im Womteco Miami Seaquarium. Die Wissenschaftlerin hoffte,
mit Hilfe der Delfine schwerbehinderte Kinder dazu zu bewegen, sich zumindest
ein wenig der Welt wieder zu öffnen. Am Ende des sechswöchigen
Progamms konnte Betsy Smith feststellen, dass die Konzentrationsdauer von 5
bis 10 Minuten auf bis zu einer Stunde gestiegen war und die Kinder glücklicher
als zuvor waren. Weitere Studien folgten mit teils noch größeren Erfolgen.
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass mit diesem Ansatz einige bemerkenswerte
Ergebnisse erzielt werden konnten. Heute werden Menschen mit verschiedenen
Erkrankungen und Behinderungen bei Delfin-Therapieprogrammen in
Amerika und auch in Israel behandelt. Die Delfine helfen auch Menschen mit
schweren Depressionen, oder schwer lerngestörte Menschen steigern ihre Fähigkeit
zum Sprechen und Lesen. Körperlich behinderte Personen gewinnen
größere Beweglichkeit und Ausdauer. Motorische und geistige Fähigkeiten werden
deutlich verbessert. Delfintherapie verspricht sicherlich keine Wunderheilung,
ist jedoch durchaus ein großartiges Naturwunder für eine wirkungsvolle Ergänzung
anderer Therapieformen.
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