Vielfältige Möglichkeiten zur Urlaubsgestaltung

Jedermann hat natürlich Vorstellungen davon, was sich in den Ferien auf Curacao so alles anfangen läßt:
Strandleben, Baden und Wassersport in der warmen Jahreszeit sind ohnehin klar und stehen an erster Stelle sommerlicher Aktivitäten der meisten Urlauber. Tennis, Squash, Reiten und - für relativ wenige - Golf gehören zum Programm wachsender Urlauberzahlen.

Daß man an geführten Bustouren teilnehmen kann, die überwiegend ausgetretenen Pfaden des Massentourismus folgen, ist auf Curacao wie anderswo; und die Entdeckung der Insel auf eigene Faust mit Mietwagen oder -motorrad wird schon in den Katalogen der Veranstalter propagiert. Darüber hinaus gibt es für den bewölkten Tag noch die sehenswerte Hauptstadt Willemstad. Von allen Inselecken aus ist sie leicht und preiswert auch per Linienbus zu erreichen.
Man kann andererseits auf Curacao die Zeit wunderbar mit süßem Nichtstun verbringen, stundenlang in der Sonne liegen, seinen Drink oder mehrere davon schlürfen, Kuchen und Kaffee wie zu Hause genießen und sich dabei sicher wohlfühlen.

Es läßt sich überhaupt wenig verkehrt machen, wenn es zunächst auf Sonne und Wasser oder auch Unterwasser, danach auf angenehme Abendstunden ohne besonderen Anspruch ankommt, und alles weitere sich dann schon ergeben wird. Man muß nur ein bißchen aufpassen, daß man nicht ohne Englischkenntnisse unter lauter Amerikaner gerät, als Urlauber gesetzteren Jahrgangs in eine Hochburg des Jungvolks oder als Naturfreund ausgerechnet in die Hauptstadt Willemstad. Etwas anders sieht es aus bei Urlaub von Leuten, denen das allein sowieso nicht genügt. Im Prinzip lassen sich in diesem Zusammenhang zwei gleichartig zu beantwortende Fragen stellen:
  1. Welche konkreten Möglichkeiten für eine aktive Urlaubsgestaltung bietet Curacao?
  2. Sind bestimmte Ansprüche an die Urlaubsgestaltung eigentlich auf Curacao zu realisieren?
Neben den nicht weiter erklärungsbedürftigen Urlaubsformen werden im folgenden eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die das Kennenlernen der Insel neben das Erholungsziel oder diesen Aspekt sogar in den Vordergrund stellen.


Blue Curacao

Der berühmte Orangenlikör - beziehungsweise das einzige Original - ist natürlich das ultimative Mitbringsel von der Insel. Das Getränk ist nicht nur in blau zu haben, sondern in allen möglichen Farben - der Unterschied besteht nur im Farbstoff, schmecken tun alle Sorten gleich. Eine 375-ml-Flasche kostet im Supermarkt "California" außerhalb von Willemstad 8,95 Gulden (3,90 Euro), die große 0,75-Liter-Flasche etwa doppelt so viel. In den Andenkenläden bezahlt man gewöhnlich mehr. Probieren kann man das Gebräu direkt beim Hersteller im Landhaus Chobolobo im Stadtteil Salina.

Hato Höhlen

Zwei Kilometer östlich des Flughafens liegen die Hato-Höhlen. Gegen ein Eintrittsentgeld in Höhe von 11,30 NAf gibt es, verglichen mit den meisten Tropfsteinhöhlen in Deutschland, nicht viel zu sehen: Die Führung (alle 60 Minuten von 10 bis 16 Uhr, Dauer 30 Minuten) ist kurz und oberflächlich - es werden weit mehr Fantasiegestalten wie Elefanten, Marienstatuen, Piratenköpfe und Quallen vorgestellt als geologische Informationen gegeben. Genau richtig für Pauschal-touristen, die auf einem Inseltrip hier Station machen und hinsichtlich ihrer Ausflüge "leichte Kost" bevorzugen. Fotografieren darf man nur in der "Kathedrale", in die durch ein Loch in der Höhlendecke Tageslicht einfällt. Die installierte Beleuchtung begünstigt vielerorts das Wachstum von Algen. Die Wege sind gut ausgebaut, und man kann zahlreiche Fledermäuse beobachten. Die Luft in der Höhle ist warm und stickig - dagegen sind sogar Ventilatoren installiert, die aber nicht viel ausrichten.